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Radio-Interview mit Bulli Grundmann

In der Radio-Projektwoche „Lust auf Radio? Wir machen Radio!", dem Sommerferien-Angebot für trauernde Kinder und Jugendliche 2009 stellten Sterntaler-Kinder sich und den Verein Sterntaler vor.

Sie erforschten für ihre erste Radio-Sendung das ehrenamtliche Engagement von Bielefeldern. Dabei interviewten sie auch Bulli Grundmann, der als Botschafter für Sterntaler wirbt.

Frage: Bulli, es gibt so viele gemeinnützige Organisationen in Bielefeld. Warum bist du gerade Botschafter für Sterntaler geworden?
Bulli: Ja, das Ganze war auf einem 60. Geburtstag. Ich habe mit zwei ehrenamtlichen Helfern von Sterntaler zusammen gesessen. Wir hatten alle Spaß und dabei kam die Idee von Tanja. „Mensch sag mal Bulli, uns schwebt so etwas wie eine Botschafterfunktion für unseren Verein Sterntaler vor. Hättest du nicht Lust, mit deiner Musik für uns Werbung zu machen und uns zu unterstützen?“ Das war für mich natürlich eine große Ehre. Ich kannte zwar Sterntaler bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht; fand es aber spannend, das Thema kennen zu lernen und habe dann natürlich „Ja!“ gesagt.

Und was machst du als Botschafter für Sterntaler? Was sind deine Aufgaben?
Meine Aufgaben ist es, Werbung zu machen, Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein muss ja bekannt werden, noch bekannter. Es gibt ja ganz verschiedene Veranstaltungen, wo Sterntaler sich präsentieren kann. Das sind Pressetermine, und auch solche Aktionen wie die Radiowoche der Sterntaler-Kinder. Denn ich finde, Sterntaler ist es wert, es bekannt zu machen.

Welche Erfahrungen hast du selber mit Tod oder Trauer gemacht?
Ich habe zwei Schulfreunde im recht jungen Alter verloren, durch Unfall. Das war als junger Mensch besonders schwierig. In meiner Zeit gab es so etwas noch nicht – Trauerbegleitung für Kinder oder Jugendliche. Da musste jeder, mehr oder weniger, selbst mit klarkommen. Natürlich hatte ich Freunde, mit denen ich sprechen konnte. Aber so eine tolle und professionelle Unterstützung wie bei Sterntaler gab es zu meiner Zeit noch nicht. Und ich selber bin auch mit dem Tod konfrontiert worden, als Achtzehnjähriger. Da bin ich an Knochenkrebs erkrankt. Und es war lange Zeit nicht klar, ob ich diese schwerwiegende Krankheit überlebe. Wie man sieht, habe ich das geschafft. Das gab mir eine ganz neue Einstellung zum Tod und zum Leben. Man genießt vieles intensiver, man schaut das Leben mit ganz anderen Augen an.

Du hast einen Song für Sterntaler geschrieben, „Hand in Hand“. Wie bist du darauf gekommen?
„Hand in Hand“, das war die erste Idee. Das drückt so etwas wie Solidarität aus – zusammenhalten, sich an den Händen fassen und Mut machen.

Bulli, wir danken dir für das Interview.


Sterntaler-Song "Hand in Hand"

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Die Radio-Projektwoche im Infobrief "Sternschnuppe" No.1

http://www.bulligrundmann.de

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