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Kinder trauern anders

Die Situation
Arne hat Geburtstag. Er ist heute 10 Jahre alt geworden. Aber er feiert nicht. Jedenfalls nicht mehr so wie früher, als sein Vater noch lebte. So vieles ist seitdem anders geworden. Der Umzug in eine kleinere Wohnung, der Schulwechsel und das schlechte Zeugnis, das er nach Hause gebracht hat. Und dann die Fragen, die ihm nicht aus dem Sinn gehen. Warum ist sein Vater so früh gestorben? Warum bekommen manche Leute eine gefährliche Krankheit und andere nicht? Aber mit der Mutter mag er über diese Dinge nicht reden. Die ist immer so müde, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt. Und in der Schule versteht ihn sowieso keiner. Über so was wie den Tod spricht man da nicht...

Der Tod eines Elternteils, von Geschwistern oder Großeltern kann für Kinder und Jugendliche eine schwere psychische Belastung sein. In dieser Situation ist Trauer eine hilfreiche, gesunde und natürliche Fähigkeit. Sie hilft, schmerzhafte Verluste zu begreifen, diese ins eigene Leben zu integrieren und sich wieder neu zu orientieren.

Kinder trauern jedoch anders als Erwachsene und jedes auf seine Weise. Die kindliche Trauer zeigt sich oft sprunghaft: Die Kinder weinen und im nächsten Moment sind sie wieder fröhlich. Die Kinder agieren oftmals spontan, ziehen sich zurück und schließen andere um sich herum aus. Viele Kinder weinen, sind aggressiv oder wütend. Andere sind wiederum auf den ersten Blick albern, fröhlich und ausgelassen und verhalten sich so, als ob nichts geschehen wäre.

Sie spüren oft sehr genau, wenn die Angehörigen selbst stark mit ihrer eigenen Trauer beschäftigt sind. Oftmals leugnen sie deshalb ihre eigenen Trauergefühle, um die Angehörigen nicht noch mehr zu belasten. So erfahren trauernde Kinder und Jugendliche häufig einen doppelten Verlust, den des verstorbenen Menschen und den Kontakt zu den trauernden Angehörigen.

Unsere Angebote greifen diese Situation und die kindliche Trauer auf und begleiten die Kinder, Jugendlichen und deren Angehörigen auf ihrem persönlichen Trauerweg.

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